Luftfahrthaftpflicht (Drohne) online berechnen

Genehmigungspflicht

Europa (EU)

Am 30. November 2017 einigten sich die EU-Staaten und das Europaparlament darauf, dass auch kleine Drohnen in Zukunft einzeln vom Eigentümer amtlich registriert werden müssen.

Deutschland

In der Regel ist die Nutzung von Quadrocoptern unbemannten Fluggeräten, Drohnen und ähnlichen Konstruktionen wie Oktocoptern, Hexacoptern usw. bis zu einem Abfluggewicht von 5 kg genehmigungsfrei möglich (§ 21a Abs. 1 LuftVO). Zu beachten ist jedoch, dass der Betrieb von unbemannten Luftfahrtgeräten außerhalb der Sichtweite (ohne besondere optische Hilfsmittel) des Steuerers grundsätzlich verboten ist (§ 21b Abs. 1 Nr. 1 LuftVO).

Zu folgenden Gebieten ist 100 Meter Abstand zu halten: Krankenhäuser, Bundesstraßen, Autobahnen, Bahnanlagen, Bundeswasserstraßen, Katastrophengebiete, Gefängnisse, Kraftwerke, Menschenansammlungen, Naturschutzgebiete, Kasernen, Polizeidienststellen, Einsatzorten der Polizeien oder des Militärs, Botschaften, konsularischen Vertretungen, Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen (§ 21b Abs. 1 LuftVO).

Insbesondere sind die Vorschriften für Flugbeschränkungsgebiete zu beachten.

Ab 1. Oktober 2017 müssen Steuerer von Geräten mit einer Startmasse von mehr als 2 kg ihre technischen und rechtlichen Kenntnisse nachweisen, soweit der Start nicht auf anerkannten Modellflugplätzen erfolgt (§ 21a Abs. 4 LuftVO). Bei Nichtbestehen der Prüfung kann diese zwei mal wiederholt werden. Wenn die Prüfung beim dritten Versuch nicht bestanden wird, kann der Prüfling den „Drohnenführerschein“ erst wieder nach einer Ablauffrist von 2 Jahren wiederholen. (§ 22 Abs. 4 LuftVO).

Piloten von unbemannten Luftfahrtsystemen mit einer Gesamtmasse bis zu 10 kg ohne Verbrennungsmotor müssen eine Allgemeinverfügung zur Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg als Erklärung abgeben.

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Auch hinsichtlich einer Kennzeichnungspflicht wurden die Gesetze überarbeitet. Ab Oktober 2017 muss jede Kameradrohne mit einer Abflugmasse von mehr als 0,25 kg mit einem Schild versehen werden, durch welches im Schadens- oder Verlustfall der Halter eindeutig ermittelt werden kann. Die neue Gesetzgebung sieht vor, dass die Plakette feuerfest, sichtbar und dauerhaft befestigt sein muss.[

Ein Flug in der 1,5 Kilometer breiten Schutzzone vor dem Zaun der 16 internationalen Flughäfen ist grundsätzlich verboten.[ Bei allen Flughäfen, Flugplätzen und Hubschrauberlandeplätzen ist Fliegen innerhalb der 1,5-km-Zone immer erlaubnispflichtig (§ 21a Abs. 1 Nr. 4 LuftVO).

Außerhalb des 1,5-km-Abstandes benötigt jedes Luftfahrzeug, das in die unterschiedlich lange Kontrollzone einfliegt, eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung. Für Flugmodelle und private Drohnen mit einem Gewicht unter fünf Kilogramm ist eine maximale Flughöhe von 30 Metern erlaubt, für Gewerbetreibende mit UAS bis zu 25 Kilogramm, sind 50 Meter Höhe erlaubt.[ Für diese Grenzen hat die Deutsche Flugsicherung pauschal eine Freigabe innerhalb dieser Kontrollzone erteilt.

Wird ein solches Fluggerät nicht zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben, bedarf es einer Aufstiegserlaubnis. Dies gilt vor allem für gewerbliche Luftbildfotografie und andere Aktivitäten, die aus gewerblichem Grunde entstehen.[

Für unbemannte Fluggeräte ist eine Lufthaftpflicht-Versicherung seit 2005 verpflichtend (bei den Versicherungsgesellschaften meist Drohnenversicherung genannt), dies regelt das Luftverkehrsgesetz (LuftVG) § 43 (2). Dabei ist es nicht relevant, ob die Drohne privat oder gewerblich genutzt wird. Etwaige Schäden sind dagegen in der privaten Haftpflichtversicherung meistens nicht abgedeckt, wenn diese sich etwa nur auf Spielzeuge bezieht. Eine Drohne ist aber in jedem Fall ein Luftfahrzeug und gilt in keinem Fall als Spielzeug. Allerdings gibt es eine rechtliche Grauzone: Ab wann ein Flugobjekt als Spielzeug gilt, ist seitens des Gesetzgebers nicht exakt definiert. Viele eingesetzte Drohnen dürften nicht mehr als Spielzeug gelten; ihre Betreiber müssen in diesem Fall eine eigene Versicherung dafür abschließen.

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